Todoist vs TickTick: Welche App passt zu dir?

Todoist vs TickTick: Welche App passt zu dir?

Beide Apps gehören zur ersten Liga der Aufgabenverwaltung. Beide kosten Geld in der Vollversion. Beide haben Millionen Nutzer. Die Frage ist nicht, welche besser ist – sondern welche besser zu dir passt. Denn Todoist und TickTick lösen dasselbe Problem auf spürbar unterschiedliche Weise.

Natürliche Spracheingabe: Todoist hat die Nase vorn

Wenn du Aufgaben schnell erfassen willst, ohne in Menüs zu klicken, ist das ein entscheidender Punkt. Todoist erlaubt Eingaben wie „Bericht abgeben nächsten Freitag um 9 Uhr wiederholt jeden Monat" – und die App erkennt Datum, Uhrzeit und Wiederholung zuverlässig aus dem Text. Das funktioniert auch auf Deutsch ordentlich, wenn auch nicht perfekt.

TickTick hat hier aufgeholt, ist aber noch nicht ganz auf dem Niveau. Die Spracherkennung ist solider auf Englisch. Wer hauptsächlich auf Deutsch tippt und viel mit natürlicher Sprache arbeitet, ist bei Todoist besser aufgehoben. Wer ohnehin lieber Felder manuell ausfüllt, merkt den Unterschied kaum.

Kalenderintegration: TickTick macht mehr aus dem Termin

TickTick hat eine eingebaute Kalenderansicht – du siehst Aufgaben und Termine im selben Interface, ohne die App zu wechseln. Das klingt nach einem kleinen Detail, ist aber im Alltag praktisch: Du erkennst auf einen Blick, ob dein Dienstag schon voll ist, bevor du eine neue Aufgabe dort einplanst.

Todoist kann mit Google Calendar synchronisieren, aber der Kalender bleibt eine externe App. Die Integration funktioniert, fühlt sich aber wie ein Workaround an. Wenn du Aufgaben und Kalender wirklich zusammenbringen willst, ist TickTick die durchdachtere Lösung.

Habit Tracking: ein echter Unterschied

TickTick enthält ein vollständiges Habit-Tracking-Modul. Du kannst Gewohnheiten wie „30 Minuten lesen" oder „Sport" täglich oder wöchentlich tracken, Streaks sehen und Fortschritte visualisieren. Das ist kein Gimmick – es ist ein eigenständiges Feature, das du in vielen dedizierten Habit-Apps findest.

Todoist bietet das schlicht nicht. Du kannst Wiederholungsaufgaben anlegen und sie abhaken, aber Streaks, Statistiken oder eine separate Habit-Übersicht gibt es nicht. Wer seine Gewohnheiten und Aufgaben in einer einzigen App bündeln will, hat bei TickTick die bessere Wahl.

Preis: TickTick ist günstiger

Todoist Pro kostet derzeit rund 4 Euro pro Monat (bei Jahreszahlung). TickTick Premium liegt bei etwa 2,40 Euro pro Monat. Der Unterschied klingt klein, aber TickTick bietet im Premium-Paket mehr Features – Kalender, Habit Tracking, Pomodoro-Timer – für weniger Geld.

Todoist rechtfertigt seinen Preis mit der ausgereifteren Sprachverarbeitung, der besseren Teamfunktion und einer konsequenteren Designphilosophie: Die App macht Aufgabenverwaltung und nichts anderes. Wenn du ein Team hast und gemeinsam Projekte verwaltest, ist Todoist Business die robustere Plattform. Für Einzelpersonen gewinnt TickTick beim Preis-Leistungs-Verhältnis.

Welche App für wen?

  • Todoist passt zu dir, wenn du schnell und viel per Text eingibst, klare Projektstrukturen brauchst und im Team arbeitest.
  • TickTick passt zu dir, wenn du Kalender und Aufgaben zusammen sehen willst, Gewohnheiten tracken möchtest und einen integrierten Pomodoro-Timer nutzt.
  • Beide Apps haben solide kostenlose Versionen – teste sie mindestens zwei Wochen im echten Alltag, nicht nur mit Demo-Aufgaben.

Wer noch unsicher ist, welche Aufgaben überhaupt in eine App gehören, findet auf dieser Seite Orientierung – etwa mit der Eisenhower-Matrix zum Priorisieren oder einem druckbaren Aufgabenblatt für den analogen Einstieg.

Fazit

Todoist ist der Spezialist: fokussiert, schnell, stark bei Spracheingabe und Teams. TickTick ist der Allrounder: Kalender, Habits, Pomodoro und To-do in einer App zum niedrigeren Preis. Entscheide nicht nach dem Funktionsumfang auf dem Papier, sondern danach, wie du tatsächlich arbeitest.

Kategorie: Apps & Tools